Mocambique


Zwischendurch dann immer wieder solch unvergesslichen Erlebnisse, wie die Frage „Quantos meninos tens? E quantas mulheres?“ (als „Wie viele Jungen (nicht Kinder) hast du? Und Wie viele (Ehe-)frauen?“  zu verstehen ) und dann die Antwort auf die Gegenfrage so in etwa
„Ich habe nur 2 Frauen, mehr kann ich mir leider nicht leisten“ lautet; oder wenn man gerade im kristallblauen, warmen, wunderschönen Süßwasser friedlich umher schnorchelt und plötzlich das auf einem nur 10m entfernten Felsen hockende Krokodil entdeckt.
Nicht zu vergessen sind auch die Samstagabende, an denen ich meinen Laptop ausgepackt habe und mit rund 30 Leuten in großer Runde unter dem unglaublichsten Sternenhimmel dieser Erde auf meinen 15 Zoll Bildschirm starre und „Apocalyptico“ im Maya-Orginal-Ton mit französischen Untertiteln (jaja, die billigen Straßen DVDs...) schaue. Obwohl niemand auch nur ein einziges Wort verstanden hat, war es doch der wahrscheinlich spannendste Filmabend den ich je erlebt habe. Unbeschreiblich
 

Mocambique sky


Mitte August musste ich jedoch dann auch schon wieder den Menschen, die mit der Zeit wahre Freunde geworden sind, dem Projekt und damit auch der gesamten Region meinen Rücken zukehren, um mein Studium beginnen zu können. Insgesamt war dieser zweite längere Aufenthalt in diesem unglaublichen Land eine weitere, beeindruckende Erfahrung und wird mir – und jetzt vielleicht auch euch – noch für sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben.
Das Projekt läuft gut, momentan ist Regenzeit, aber bald schon können die Arbeiten fortgesetzt werden. In weniger Monaten werden dann auch schon die ersten zahlenden Gäste erwartet. Wenn es euch also einmal nach Mocambique verschlagen sollte, ihr eine Ayurdveda-Kur an einem außergewöhnlichen Ort verbringen möchtet, oder ihr ein Projekt unterstützen wollt, das unabhängig von Spendengeldern, ohne Rückhalt von großen internationalen Organisationen und aus eigener Kraft entstanden ist und sehr sehr viel gutes in einer unvorstellbar benachteiligten Region tut, dann seht zu, dass ihr irgenwie in die Provinzhauptstadt Lichinga kommt, mietet euch einen Wagen und fahrt, immer westlich Richtung See bis zum Ende der Straße, dann einfach immer der Nase nach etwa 2 Stunden über die Sandpiste durchs Dickicht , biegt vor der –ich glaube es ist die- 28. Brücke links ab, tretet euer Auto irgendwie den Geröll-Abhang hoch und fahrt dann noch mal 1 Stunde durch den Dschungel und schon seit ihr da, in Nkholongue, im Distrito do Lago, in der Provincia do Niassa, in der Republica Popular de Mocambique. Bao viagem!(Lsch)
 

Mocambique

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